Heute nehme ich euch mit auf einen Outreach - herzlich willkommen!
Morgens 9.00h gleich nach der Morgenandacht soll es eigentlich los gehen... Geht es aber nicht - afrikanische Zeit! Da müssen hier noch Medikamente geordnet und da noch Impfstoff eingepackt werden, jemand hat noch etwas zuhause vergessen, das Auto muss noch schnell zur Reparatur oder jemand hat fälschlicherweise sein Geld fürs Mittagessen noch nicht bekommen - also Isa, setz dich hin, lies Bibel und versuch ganz ruhig zu bleiben :-)
Nun geht es endlich los! 2 Personen vorn und 4 hinten quetschen sich in den Allrad-Geländewagen (zur Not kann auch noch jemand im Kofferraum mitfahren - es passt immer!). Der erste Weg führt in die Stadt um sich noch mit genügend Chapati (Teigfladen), Chapsi (Fleischfladen), Samosas (Teigtaschen) gerösteten Maiskolben, Milch, Saft oder was auch immer zu versorgen - erinnert einen immer ein bißchen an einen Schulausflug...
Heute geht es nach Mukashekye - ein kleines Dorf nahe dem Lake Bunyonyi mit einer winzigen Health Unit, deren Hygienebedingungen jeden deutschen Arzt zum Schaudern bringen würden. Fahrtechnisch ist das Ganze sehr abenteuerlich, denn es existiert keine Straße, sondern nur ein Pfad für Kühe. Dass man alle 2 Minuten mit dem Kopf oder einem anderen Körperteil an Decke oder Fensterscheibe des Autos anschlägt, ist also inklusive.
Die Ankunft im Dorf gleicht einem Staatsbesuch: die Wiese vor der Health Unit ist voller Menschen (nicht zwingend Patienten), Kinder schreien, wollen das Auto anfassen oder den Muzungu (sprich mich) bewundern. Der Outreach beginnt nun eigentlich mit einem Gesundheitsvortrag, denn die Hauptkrankheitsursache der Dorfbevölkerung ist Unwissenheit. Erläutert werden Themen wie HIV, Brucellose (Erkrankung durch unabgekochte Milch), gesunde Ernährung, Zahnpflege usw. Danach starten Arzt, Hebamme und Krankenschwester mit ihren jeweiligen Aufgaben. 70 Kinder impfen oder nur 2, 40 Schwangere untersuchen oder keine einzige - vorher weiß man das nie so genau. Für Medikamente, selbst zu ermäßigten Preisen, reicht bei vielen das Geld nicht bzw. sie wollen es nicht bezahlen. Patienten, die stationäre Betreuung bräuchten, haben oft nicht einmal genügend Geld für den Transport nach Kabale, geschweige denn für die häufig langwierige Behandlung. Immer wieder kommen Mütter mit Kindern, die so schlimm mangelernährt sind, dass sich einem das Herz zusammenkrampft. Aber gutes Essen ist wertvoll und so wird es lieber verkauft als es den eigenen Kindern zu geben...
Nach einem anstrengenden Tag mit mehr oder weniger vielen Patienten wird man meist beim Reverent des Dorfes zum Essen eingeladen - Matoke, Sweet Potatoes und G-Nut-Sauce natürlich. Also heißt es so viel wie möglich essen (denn zu wenig essen ist unfreundlich) und so wenig wie möglich trinken (denn die Latrinen auf den Dörfern sind ein Erlebnis, das man sich nicht zu oft gönnen möchte).
Der Rückweg zum Krankenhaus ist meist eher mit einer Einkaufsfahrt zu vergleichen: da werden Matoke gekauft und selbst geerntet, Säcke mit verschiedensten Lebensmitteln unterwegs bei Verwandten abgegeben und die eigenen Einkäufe in der Stadt erledigt. Außerdem wird immer wieder angehalten, um einen Bekannten am Wegesrand noch ins Auto zu quetschen - auch auf dem Schalthebel kann man nämlich sitzen! So kommt man dann müde, staubig und voller blauer Flecken, aber um einige Erfahrungen reicher wieder am Krankenhaus an - willkommen zurück!
Morgens 9.00h gleich nach der Morgenandacht soll es eigentlich los gehen... Geht es aber nicht - afrikanische Zeit! Da müssen hier noch Medikamente geordnet und da noch Impfstoff eingepackt werden, jemand hat noch etwas zuhause vergessen, das Auto muss noch schnell zur Reparatur oder jemand hat fälschlicherweise sein Geld fürs Mittagessen noch nicht bekommen - also Isa, setz dich hin, lies Bibel und versuch ganz ruhig zu bleiben :-)
Heute geht es nach Mukashekye - ein kleines Dorf nahe dem Lake Bunyonyi mit einer winzigen Health Unit, deren Hygienebedingungen jeden deutschen Arzt zum Schaudern bringen würden. Fahrtechnisch ist das Ganze sehr abenteuerlich, denn es existiert keine Straße, sondern nur ein Pfad für Kühe. Dass man alle 2 Minuten mit dem Kopf oder einem anderen Körperteil an Decke oder Fensterscheibe des Autos anschlägt, ist also inklusive.
Nach einem anstrengenden Tag mit mehr oder weniger vielen Patienten wird man meist beim Reverent des Dorfes zum Essen eingeladen - Matoke, Sweet Potatoes und G-Nut-Sauce natürlich. Also heißt es so viel wie möglich essen (denn zu wenig essen ist unfreundlich) und so wenig wie möglich trinken (denn die Latrinen auf den Dörfern sind ein Erlebnis, das man sich nicht zu oft gönnen möchte).
Der Rückweg zum Krankenhaus ist meist eher mit einer Einkaufsfahrt zu vergleichen: da werden Matoke gekauft und selbst geerntet, Säcke mit verschiedensten Lebensmitteln unterwegs bei Verwandten abgegeben und die eigenen Einkäufe in der Stadt erledigt. Außerdem wird immer wieder angehalten, um einen Bekannten am Wegesrand noch ins Auto zu quetschen - auch auf dem Schalthebel kann man nämlich sitzen! So kommt man dann müde, staubig und voller blauer Flecken, aber um einige Erfahrungen reicher wieder am Krankenhaus an - willkommen zurück!
1 Kommentare:
Hallo Ihr Lieben... ganz liebe grüsse von uns 4hier!!
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